Ein Rückblick auf zwei Jahre Ausbildung

Montag, 2. September 2013. Der erste Tag bei der Volksbank. Das neue Outfit, das letzten Monat gekauft wurde, sitzt. Die Krawatte, ungewohnt. Kommt mit der Zeit. Dann das Treffen mit den neuen Azubi-Kollegen. Allen steht die Mischung aus Anspannung und Vorfreude im Gesicht. Dann endlich der Einlass in die Volksbank, gleichbedeutend mit einem Start in einen neuen Lebensabschnitt.

Es beginnt das viele Händeschütteln. Vorstand. Personalchef. Betriebsrat. Der Empfang ist herzlich und auch bei den Gegenübern ist die Vorfreude auf die „neuen Jungen“ spürbar. Der Anfang ist geschafft, es folgt eine zweiwöchige Einführungsphase, in der die Volksbank Achern vorgestellt wird.

Dann heißt es endlich „schaffen“. Schalter. Echte Kunden. Echtes Geld. Echt aufregend. Learning by doing, wie der Neudeutsche sagt. Es geht sehr schnell, bis die Servicetätigkeiten immer selbstständiger werden, natürlich begleitet von einem kompetenten Blick über die eigene Schulter. Sehr schnell begegnen einem die verschiedensten Charaktere, was gerade dieses Berufsbild besonders ausmacht.

0Caro

Berufsschule: von der Theorie zur Praxis

Und dann, Berufsschule. Ohje! Schon wieder Hausaufgaben. Klassenarbeiten. Präsentationen. Alles schon gehabt, aber der Unterschied? Nicht mehr Deutsch, Bio und Erdkunde. Stattdessen Spezielle Bankbetriebslehre, Allfinanz und Steuern. Der Ausgleich zum praktischen Bezug kommt durch wiederkehrende Intervalle in der kaufmännischen Berufsschule in Offenburg. Hier kommt die Theorie. Das Fachwissen. Muss ja was erzählen können in der Praxis. Und tatsächlich kann auf einmal das, was einem in der Schule beigebracht wird, in der Praxis angewandt werden. Meistens zumindest. Nie für möglich gehalten.

Einblick in alle Abteilungen

Aber nicht nur Schule und Service gehören zur Ausbildung bei der Volksbank. Hängt ja noch eine ganze Menge hinten dran bei so ’ner Bank. Zahlungsverkehr. Marketing. Rechnungswesen. Organisation. Elektronische Bankdienstleistungen. Marktunterstützung im Anlage- und Kreditgeschäft. Klingt erst mal kompliziert. Ist es auch, teilweise. Aber der Einblick in die internen Abteilungen ist absolut Gold wert. Vielleicht findet sich der Bereich, in dem man selbst später arbeiten möchte, in jedem Fall aber lernt man kennen, wie die Zahnrädchen einer Bank ineinander greifen.

Ein ganz besonderer Teil der Ausbildung ist das Beisitzen zu Beratungsgesprächen. Das Kerngeschäft einer Bank. Bei den Kundenberatern, die bereits jahrelange Berufserfahrung haben und entsprechend routiniert ihrer Arbeit nachgehen, dazuzusitzen. Schön brav zuhören und lernen. Und plötzlich? Selbst einen Teil des Gesprächs übernehmen? Erklär‘ doch mal dem Kunden wie Bausparen funktioniert. Einfach so. Einem echten Kunden in einem echten Beratungsgespräch. Und siehe da, es klappt wirklich. Die perfekte Vorbereitung auf die mündliche Abschlussprüfung.

0Konstantin

Prüfung? Musste ja so kommen.

Ein 20-minütiges strukturiertes Beratungsgespräch, bei dem der Prüfer den Kunden spielt. Wie soll das denn gehen? Durch gute Vorbereitung. Bekommt man. Berufsschule. Praxisphasen. Akademie in Karlsruhe. Akademie? Klingt nicht schlecht. Ist nicht schlecht. Sogar richtig gut. In meist einwöchigen Seminaren werden verschiedene Themen gemeinsam mit anderen Auszubildenden von anderen Volksbanken praxisorientiert behandelt. Und das beste? Keine Berufsschultheoretiker, sondern Bänker aus dem richtigen Leben, die als Referenten vor einem stehen. Viel Gruppenarbeit. Präsentationen. Projektarbeit. Erfahrungsaustausch. Üben von Beratungsgesprächen. Und nach dem „Unterricht“ kann man den Abend gemeinsam mit den Azubikollegen noch bei einem Getränk im Bistro ausklingen lassen.

Alles in allem, ein Fazit.

Die zweijährige Ausbildung geht wahnsinnig schnell vorbei und schon steht man da, ausgelernt und mit beiden Beinen im Berufsleben. Es gibt zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten und die Vielfalt der Berufsbilder innerhalb der Bank eröffnen einem viele Möglichkeiten. Sicherlich ist die heutige Zeit anspruchsvoll für eine Bankkarriere, aber genauso auch als Chance anzusehen.

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