Sie sind Hauseigentümer? Dann werfen Sie die „Alte“ doch einfach raus!

Was damit gemeint ist? Sicher nicht das, was viele nach dem ersten Lesen gedacht haben. Nein, wir sprechen von dem, was alle Hauseigentümer brauchen, jedoch nie bemerken, solange sie störungsfrei läuft und uns immer dann am meisten ärgert, wenn sie für die Befüllung wieder einen kräftigen Schluck aus der Haushaltspulle nimmt: Die Heizung.

Wir ärgern uns über die Anschaffung und über den Verbrauch und doch ist sie unverzichtbar. Spätestens, wenn die Temperatur des Brauchwassers für die morgendliche Dusche unter 20 Grad Celsius fällt, während das Shampoo noch in den Haaren klebt, dann rückt die Heizung schnell in den Mittelpunkt des Interesses. Dann ist schnelles Handeln gefragt.

Unterstützung durch den Staat

Die Politik hat in den letzten Jahren schon gehandelt. Mit vielen Maßnahmen, Zuschüssen und Verordnungen möchte sie den Energieverbrauch von privaten Wohngebäuden in den nächsten Jahren und Jahrzehnten drastisch verringern. Aber rechnet sich der Austausch einer (noch) funktionierenden Heizungsanlage wirklich? Insbesondere wenn das Geld nicht bereit liegt und eine Finanzierung in Betracht kommt?

Die Antwort war bisher recht einfach. Die Energieeinsparung durch den Einbau einer neuen Heizungsanlage war häufig nicht so groß wie der Zinsaufwand, der bei einer Finanzierung dem Vorhaben gegenüber stand. Zumindest war der Vorteil nicht nennenswert, sodass sich viele dazu entschlossen, die alte Heizung weiter zu betreiben. Selbstverständlich sprechen für den Austausch der Heizungsanlage noch weitere Argumente.

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Geänderte Rechnung ergibt Ersparnis

Was viele jedoch nicht wissen: Die Rechnung hat sich geändert, weil sich ein wesentlicher Parameter bei der Berechnung geändert hat: das Zinsniveau. Derzeit kann der Austausch einer Heizungsanlage durch ein gefördertes Darlehen schon ab 0,75 % p.a. finanziert werden, Banken bieten Sanierungskredite schon unter 2 Prozent an! Unterstellt man bei z.B. bei einem Zwei-Familienhaus einen jährlichen Ölverbrauch von 4000 Litern und eine Energieeinsparung von rund 25 Prozent, dann rechnet sich eine neue Heizungsanlage immer noch, selbst wenn diese 30.000 Euro kosten würde. Der Zinsaufwand liegt in unserem Beispiel unter 300 Euro, während die Energiekostenersparnis bei mindestens 600 Euro liegen dürfte. Da jede Heizungsanlage auch Stromkosten für z.B. Umwälzpumpen benötigt, dürfte die Ersparnis sogar noch größer sein. Die Energieeinsparung hilft sogar noch bei der Tilgung mit! Auch auf diesem Niveau eine Finanzierung zu wählen und das Eigenkapital sinnvoll anzulegen, dürfte langfristig die bessere Alternative sein, auch wenn dies kurzfristig nicht so erscheint. Zugegeben: Die Rechnung ist recht einfach. Jedes Gebäude ist individuell zu betrachten, jeder Eigentümer hat seine ganz besonderen Vorlieben.

Fazit

Mein Fazit: Raus mit der alten … Heizung. Eine neue Anlage schont die laufende Haushaltskasse und federt langfristig steigende Energiepreise ab. Kostenlos gibt es noch ein gutes Gefühl dazu für die Umwelt und unsere nächste Generation etwas getan zu haben. Und es rechnet sich!

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