Keine Tipps im Niedrigzinsumfeld

Wer grundsätzlich versteht, wie Geldanlage funktioniert, der wird auch im derzeitigen Zinsumfeld die richtigen Anlageentscheidungen treffen. Dazu braucht man keine komplizierten Fachbegriffe über Wikipedia googeln, es genügt, wenn man die Grundregeln der Geldanlage kennt. Gerade jetzt, wo die EZB die Märkte mit Geld flutet und die Zinsen so niedrig sind wie nie zuvor, fragen sich die Sparer: Was tun? Die Grundregeln haben sich nicht geändert.

Wer höherer Erträge für sein Geld erzielen möchte, der muss grundsätzlich bereit sein, länger zu investieren. Wer bereit ist, sein Geld länger zu investieren, kann (und muss!) über lukrative Anlagen als Beimischung nachdenken.

Das Dilemma für den Sparer ist mit einem einfachen Beispiel schnell erklärt: Wer zu Zeiten der Hochzinsphase sein Geld mit 6% durchschnittlich sicher angelegt hat, der hat nach ungefähr 12 Jahren sein Geld verdoppelt. Bei einem Zinssatz von 1% dauert eine Verdoppelung ca. 70 Jahre.

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Konservative Anlagen bieten kaum noch Zinsen.

Todsicher muss sein! Kein Problem. Die Faustformel: Kein Risiko – kein Ertrag. Naja, ganz so schlimm ist es auch nicht. Dennoch kommt jeder Anlageberater, der seriös beraten will, um die Wahrheit nicht herum, dass ein Anleger nur dann noch nennenswerte Renditen erzielen kann, wenn er auch etwas mehr Risiko eingeht. Risiko? Halt! Wer will schon Risiko?! Mit dem Begriff Risiko verbinden viele Anleger sofort den Verlust des gesamten Kapitals oder nennenswerte Teile davon.

Risiko kann man auch beziffern.

Bei einer guten Anlageberatung stehen sowohl Chancen als auch Risiken im Mittelpunkt. Beides lässt sich nicht voneinander trennen. Nicht wenige lukrative Geldanlagen bieten schon bei geringen Risikobudgets attraktive Renditechancen. Wer würde sich nicht doch mal an eine Aktienanlage wagen, wenn er wüsste, dass sein maximales „Verlustrisiko“ bei einer Anlagesumme von 10.000 Euro auf 500 Euro begrenzt ist, er im Gegenzug dafür jedoch eine attraktive Rendite erhalten kann?!

Somit ist vielleicht der beste Tipp im Niedrigzinsumfeld: Schauen Sie sich alternative Anlagen mal genauer an.

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