Gewerblich genutzte Gebäude clever finanzieren

Aktuell zeigt sich, dass Unternehmer bei ihren betrieblichen Gebäudeinvestitionen auf ressourcenschonende Maßnahmen achten. Hierzu bietet sich das seit Februar 2015 durch die L-Bank angebotene Förderprogramm „Ressourceneffizienzfinanzierung“ an. Nach einem Jahr Erfahrungen können wir sagen, dass attraktive Zinssätze gepaart mit Zuschussmöglichkeiten optimale Finanzierungen ermöglichen. Wie funktioniert dies nun im Einzelnen?

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) erhalten für Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zum Schutz der Umwelt in Baden-Württemberg zinsverbilligte Förderdarlehen. Je nachdem, wo der Schwerpunkt der Investition liegt, können folgende Maßnahmen gefördert werden:

  • Energieeffiziente Produktion
  • Materialeffizienz und Umwelttechnik
  • Energieeffiziente Gebäude

In diesem Beitrag soll auf die Errichtung/Sanierung von energieeffizienten Gebäuden näher eingegangen werden.

Die förderfähigen Investitionen in Betriebsgebäude und Gebäudetechnik müssen dem Merkblatt der L-Bank zur Ressourceneffizienzfinanzierung sowie den Technischen Mindestanforderungen, die die KfW definiert hat, entsprechen. Wichtig ist, dass ein Sachverständiger bei Antragstellung das Einsparpotenzial ermittelt und bestätigen muss, dass die geplanten Maßnahmen den Anforderungen entsprechen.

Rechnen

Wie wird gefördert?

Die Förderung erfolgt in allen Programmteilen in Form eines langfristigen zinsverbilligten Kredites. In allen Programmteilen erhalten die Unternehmen zusätzlich einen Tilgungszuschuss, wenn sie das angestrebte Einsparpotenzial oder die angestrebte Umweltentlastung realisiert haben. Für die Ermittlung des Darlehenszinses kommt das sog. „Risikogerechte Zinssystem“ zur Anwendung.

Besonders interessant ist, dass die Bereitstellungsprovision erst nach einem Jahr nach Kreditzusage durch die L-Bank erhoben wird. Somit bleibt ausreichend Zeit, um die Baumaßnahme durchzuführen und hierfür keine Bereitstellungsprovision zu bezahlen.

Wie wird beantragt?

Das Unternehmen stellt den Förderantrag bei seiner Hausbank. Wir leiten den Antrag (inkl. Bestätigung des Sachverständigen) dann an die L-Bank weiter.

Ganz wichtig ist die rechtzeitige Antragstellung! Der schriftliche Antrag muss vor Vorhabensbeginn bei der Hausbank gestellt werden.

Nach vollständiger und fristgerechter Antragstellung bei der Hausbank kann mit der Ausführung des Vorhabens begonnen werden, sofern der Kreditantrag bis Ende des dritten Kalendermonats nach Vorhabensbeginn an die L-Bank weitergeleitet wird. Vorhabensbeginn ist der Beginn der Bauarbeiten oder das Eingehen der ersten wesentlichen finanziell bindenden Verpflichtungen, soweit sich diese auf das fördernde Vorhaben beziehen. Maßgebend ist früheste dieser Zeitpunkte!

Stadt

Die antraggemäße Verwendung der zinsverbilligten Darlehensmittel ist der Hausbank mittels einer sog. „Bestätigung nach Durchführung“ nachzuweisen. Diese ist vom Unternehmen, dem Sachverständigen und der Hausbank zu unterzeichnen.

Was ist noch wichtig?

Die Bürgschaftsbank und/oder die MBG unterstützen bei fehlenden Sicherheiten die Maßnahmen. Bei der Ressourceneffizienzfinanzierung gilt EU-Beihilferecht. Die Grundlagen sind die Allgemeine Gruppenfreistellungsordnung (AGVO) sowie die De-minimis-Verordnung. Das Unternehmen muss alle Unterlagen, die in Zusammenhang mit der Investition stehen, mindestens 10 Jahre aufbewahren und auf Verlangen der L-Bank vorlegen.

Fazit

Unsere Kunden und Mitglieder haben bisher sehr gute Erfahrungen mit diesem Förderprogramm gemacht. Neben günstigen Finanzierungsbedingungen überzeugen vor allem die umweltschonenden Effekte.

Detaillierte Informationen erhalten Sie hier:

Volksbank Achern

L-Bank

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