Überblick beim Immobilienkauf: So ersparen Sie sich unangenehme finanzielle Überraschungen

Den Traum vom Eigenheim haben viele! Unvorhergesehene Überraschungen bleiben aus, wenn man sich im Vorfeld umfassend informiert. Neben dem zwischen Käufer und Verkäufer vereinbarten Kaufpreis für eine Immobilie oder ein Grundstück fallen weitere Kosten für im Zusammenhang mit dem Immobilienerwerb erbrachte Dienstleistungen sowie für Steuern an.

Als Faustregel gilt, dass zu dem Kaufpreis weitere 10 % Erwerbsnebenkosten hinzuzurechnen sind. Die nachfolgenden Kosten sind im Zuge des Immobilienerwerbs zu berücksichtigen:

Notarkosten

Für die Kaufabwicklung ist eine vom Notar beglaubigte Urkunde vonnöten. Die Kosten hierfür belaufen sich auf 1,0 % bis 1,5% des Kaufpreises. Beim Hauskauf ist der notariell beglaubigte Kaufvertrag gesetzlich vorgeschrieben. Diese Kosten trägt meist der Käufer.

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Grundbuchkosten

Eigentümer wird man erst durch die Eintragung ins Grundbuch. Im Grundbuch stehen sämtliche Beurkundungen über Grundstücksrechte und Belastungen. Käufer sollten sich in jedem Fall ausführlich den Grundbuchauszug und  die damit verbundenen rechtlichen Verpflichtungen erklären lassen. Der Notar veranlasst die Eintragung ins Grundbuch. Die Gebühr für die Eintragung beläuft sich auf rund 0,5 % des Kaufpreises.

Grunderwerbssteuer

Auch das Finanzamt lässt es sich nicht nehmen, beim Kauf eines Hauses oder einer Wohnung eine Rechnung zu stellen. Die Grunderwerbssteuer fällt beim Kauf eines Grundstücks, eines Hauses oder einer Wohnung an. Ihre Höhe variiert, abhängig vom Bundesland, zwischen 3,5 % bis 6,5 % des Kaufpreises. In Baden-Württemberg beläuft sich die Grunderwerbssteuer auf 5 % des Kaufpreises. Bestimmte Einrichtungsgegenstände wie z.B. die bereits vorhandene Einbauküche unterliegen nicht der Grunderwerbssteuer.

Maklercourtage

Wenn ein Makler bei der Herbeiführung des Kaufvertrages zwischen den Parteien vermittelnd tätig war, so erhält er für seine Dienstleistung ein Honorar. Eine einheitliche Regelung über die Höhe des Honorars gibt es nicht. Von Maklerverbänden werden unverbindliche Richtwerte vorgegeben. Oft bewegt man sich hier in einer Range von 3-6 % des Kaufpreises zuzüglich Mehrwertsteuer.

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Auch die Volksbank Achern orientiert sich an diesen Richtwerten. Die üblicherweise vereinbarte Maklercourtage von (netto) 3 % beinhaltet neben der Zusammenführung von Käufer und Verkäufer unter anderem auch die Einholung von Auskünften von Ämtern und Behörden, die Erstellung eines aussagekräftigen Exposées oder auch die Vorbereitung des Notartermins.

Nebenkosten der Finanzierung

Zur Verwirklichung des Traums von der eigenen Immobilie bedarf es oft einer Darlehensaufnahme bei der Hausbank. Im Zusammenhang mit der typischen Besicherung des Darlehens, einer Grundschuld zu Lasten der erworbenen Immobilie, fallen weitere Kosten beim Grundbuchamt für die Bestellung der Grundschuld und beim Notar für die  Beurkundung bzw. Beglaubigung der Grundschuldbestellung an. Die exakte Höhe hängt von verschiedenen Faktoren (Erstellung eines Grundschuldbriefes, Eintragung einer Grundschuld mit oder ohne Zwangsvollstreckungsunterwerfung) ab. Sie beläuft sich insgesamt auf bis zu 0,5 % des Kaufpreises.

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Fazit: Nebenkosten bei der Planung nicht vergessen

Zusammengerechnet ergeben die Nebenkosten also auch einen stattlichen Betrag, den es in der Planung bereits einzurechnen gilt, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben.

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