Sichere Passwörter erstellen und merken – so geht’s

Gestern landete eine E-Mail in meinem Firmen-Postfach mit dem Betreff „Kennwortlänge“: „Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bei der Kennworterweiterung handelt es sich um die Anmeldung mit Ihrer …Nummer. Um künftig ein angemessenes Sicherheitsniveau der Kennwort-basierten Authentifizierung sicherzustellen, ist die Unterstützung von komplexeren und längeren Kennwörtern notwendig. Je länger und komplexer ein Kennwort ist, desto aufwendiger wird es für Angreifer das Kennwort zu entschlüsseln. Sie müssen daher zur Authentifizierung am Bankverfahren ein…“ – tja, ein ziemlich langes und kompliziertes Kennwort eingeben und auch regelmäßig ändern – dies sollte man eigentlich bei jedem Account befolgen. Die TopTen

Mit Kennwörtern machen es sich viele zu leicht. Hier die Hitliste der häufigsten und damit schlechtesten Passwörter, veröffentlicht in einer Computer-Fachzeitschrift:

1. 123456
2. password
3. 12345
4. 12345678
5. qwerty
6. 123456789
7. 1234
8. baseball
9. dragon
10. football

OK, das ist die englischsprachige Version, aber aus password wird Passwort aus querty wird qwertz oder asdfg und aus baseball wird Fußball, Schalke oder Borussia und schon passt es auch für Deutschland.

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Dadada

Mark Zuckerbergs Passwort war angeblich mal „Dadada“. Natürlich wurde dieses simple Passwort gehackt. Doppelt schlimm war, dass er es offenbar auf mehreren Plattformen gleichzeit benutzt hat. Dadadas hätte er eigentlich besser wissen müssen. Vielleicht ist er ja ein Fan der Neuen Deutschen Welle Band „Trio“ aus den 80ern!

Tipps für das perfekte Passwort:

Mein Fahrradhändler hat mal gesagt: „Investiere 10 Prozent des Kaufpreises deines Bikes in ein hochwertiges Fahrradschloss.“ In den Schutz seiner Daten sollte man ebensoviel Zeit investieren. Sichere Passwörter sind vor allem eines – sehr lang und unlogisch! Namen, Zahlenreihen oder alles was im Duden steht, gehen gar nicht, denn mit einer „Brute-Force-Attacke“ sind schneller als man denkt alle Wörter durchprobiert. Perfekt sind dagegen mindestens 10 Zeichen – gerne mehr – und Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen bunt gemischt und zum Schluss alles mit Groß- und Kleinschreibung „garniert“.

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Wie verhindere ich das „Passwort-vergessen-Problem“?

Gute Passwörter haben einen Nachteil: Weil sie eben so unlogisch sind, wie sie sein sollen, vergisst man man sie schneller, als z. B. ein Urlaub dauert. Nach dem Urlaub habe ich eigentlich immer Probleme mit meinen Passwörtern. Aufschreiben ist natürlich auch keine Lösung. Es muss also eine Eselsbrücke her für meine „Meisterwerke“.
Ich bastle mir aus einem Satz gedanklich ein Passwort, indem ich die ersten beiden Buchstaben jedes Wortes hintereinander schreibe, inkl. Zahlen und Großbuchstaben. Sowas lässt sich viel besser merken und beim Schreiben denke ich einfach an diesen Satz. So wird z.B. aus:

„Nach drei Fehlversuchen ist der Zugang gesperrt“ – Na3FeisdeZuge

oder aus

„Meine Katze ist einmal über die Tastatur gelaufen“ – MeKAis1xübdiTage.

Das geht auch wunderbar mit Songtiteln oder dem Lieblingsfilm-Zitat. Seinen persönlichen Code kann man natürlich variieren, den ersten und letzten Buchstaben jeden Wortes oder die beiden letzten oder abwechselnd den ersten und letzten…einfach mal ausprobieren!

Der 1. Februar

Dieses Datum hat sehr viel mit Kennwörtern zu tun. Es ist der alljährlich stattfindende „Ändere-dein-Passwort-Tag“ (Change your password day). An diesem Tag soll jedes verwendete Passwort geändert werden. Vielleicht ändern Sie Ihr Passwort schon heute und warten nicht bis nächstes Jahr, bestimmt fällt Ihnen ein guter Satz ein.

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